Nebenjob im Ausland

Nebenjob im Ausland

Viele Studierende, die ein Auslandssemester absolvieren, suchen nach einer Möglichkeit im Ausland zu arbeiten, um sich den Lebensunterhalt zu finanzieren. Allerdings ist das Ganze nicht immer so einfach. Denn in verschiedenen Ländern gelten ganz unterschiedliche Regelungen in Bezug auf das Arbeitsrecht. Ob und wie viele Stunden pro Woche du als Student*in arbeiten darfst, hängt auch von der Art des Visums ab, mit dem du einreist.

Länderspezifische Regelungen

Wenn du dein Auslandssemester in Europa verbringst, ist ein Nebenjob in der Regel überhaupt kein Problem. Allerdings können für ausländische Studierende in den Schengen-Staaten andere Regelungen gelten. Obwohl du normalerweise keine Arbeitserlaubnis benötigst, gibt es während des Semesters eine bestimmte Begrenzung für die Anzahl der Arbeitsstunden pro Woche. Zusätzlich solltest du dich über weitere Besonderheiten im jeweiligen Land informieren.

In der Schweiz ist es beispielsweise zwingend erforderlich, eine schweizerische Krankenversicherung abzuschließen, sobald du einer bezahlten Nebentätigkeit nachgehst, selbst wenn es sich um ein geringes Einkommen handelt. Wenn du jedoch ausschließlich zum Studieren dort bist, kannst du weiterhin deine EU-Heimatversicherung verwenden. Dennoch ist der Abschluss einer zusätzlichen Auslandskrankenversicherung empfehlenswert.

Viele Studentenvisa erlauben leider keine Nebenjobs, aber es gibt auch Ausnahmen. In Australien ist es mit dem Studentenvisum während des Semesters möglich, 20 Stunden pro Woche zu arbeiten. Ab dem 30.06.2023 sind sogar 24 Stunden pro Woche erlaubt. Und während der Semesterferien besteht die Möglichkeit, uneingeschränkt zu arbeiten.

Dagegen beinhaltet das Studentenvisum für Neuseeland keine Arbeitserlaubnis. Diese muss separat beantragt werden und wird nur für Aufenthalte von mindestens einem Studienjahr genehmigt. Wenn du lediglich für ein Semester nach Neuseeland gehst, erhältst du leider keine Arbeitserlaubnis und darfst somit nicht arbeiten. Eine mögliche Lösung könnte jedoch ein Working Holiday Visum sein.

Ähnliches gilt für Kanada. Während der Vorlesungszeit darfst du mit einem Studentenvisum 20 Stunden pro Woche arbeiten und in den Semesterferien sogar bis zu 40 Stunden pro Woche. Voraussetzung hierfür ist, dass du mindestens befriedigende Noten hast und die Universität ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet hat. Allerdings ist es bei einem kurzen Studienaufenthalt (weniger als sechs Monate) in Kanada nicht erlaubt, einen Nebenjob aufzunehmen.


Ganz anders sieht es jedoch in den USA aus. Wenn du für ein Auslandssemester oder ein komplettes Studium mit einem J-1 oder F-1 Visum einreist, darfst du während des Semesters nur auf dem Campus der Gastuniversität arbeiten. Die maximale Arbeitszeit beträgt dabei 20 Wochenstunden. In der Regel benötigst du zusätzlich eine Bestätigung des International Office, dass du arbeiten darfst. Danach musst du vor Ort im Social Security Office eine Social Security Number beantragen, die für das Arbeiten notwendig ist.

Jobsuche im Ausland

Die meisten Studierenden arbeiten während ihres Auslandssemesters in Cafés, Restaurants, Bars, Clubs, Einzelhandelsgeschäften, Supermärkten, Kinos, Hotels, an Tankstellen oder am Empfang in Sprachschulen. Auch Babysitting oder Kurierdienste sind oft als Nebenverdienst möglich. Ob der Job was mit dem Studium zu tun hat, spielt letztendlich keine Rolle – was wirklich zählt, sind neben dem finanziellen Aspekt auch die neuen Erfahrungen.

Für Jobinserate im Ausland gibt es viele Plattformen. Aushilfsjobs werden jedoch oft nicht explizit ausgeschrieben. In vielen Fällen ist die schnellste Möglichkeit, einen Job zu finden, sich einfach in der Umgebung umzusehen oder eine Initiativbewerbung zu schreiben.

Manchmal ist es sogar einfacher, einen Job direkt auf dem Campus zu ergattern, als außerhalb der Universität. Dies könnten zum Beispiel Assistenzjobs oder Positionen bei Unternehmen sein, die sich auf dem Campus befinden, wie etwa Buchläden der Universität oder die Cafeteria. Stellen auf dem Campus sind natürlich begrenzt und sehr begehrt.

Je nach Branche solltest du unbedingt sicherstellen, dass du ausreichende Kenntnisse in der Landessprache hast, um dich verständigen zu können. Dies erleichtert nicht nur die Jobsuche, sondern auch den Arbeitsalltag erheblich. Trotzdem kann die Suche nach einem Job im Ausland manchmal frustrierend sein. Die Anstrengung lohnt sich jedoch, denn wenn du Glück mit einem Nebenjob hast, kannst du nicht nur einen Teil deines Aufenthalts finanzieren, sondern auch dein Gastland aus einer völlig neuen Perspektive erleben.



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